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Aspendos, Perge und Termessos: antike Schätze, die Sie ab Antalya entdecken sollten

Antalya, Kreuzweg antiker Zivilisationen

Weit über seine Strände hinaus ist Antalya ein bedeutendes Zentrum der mediterranen Archäologie. Griechen, Römer, Byzantiner und Seldschuken hinterliessen ihre Spuren an dieser Küste, und die Region verfügt heute über eine aussergewöhnliche Dichte an bemerkenswert gut erhaltenen antiken Stätten. Drei stechen durch ihren Erhaltungszustand und ihre Erreichbarkeit vom Flughafen hervor: Aspendos, Perge und Termessos. Ein einziger Tag reicht aus, um die ersten beiden zu besichtigen, während Termessos einen eigenen halben Tag verdient.

Aspendos, das besterhaltene römische Theater der Welt

45 Kilometer östlich von Antalya gelegen, gilt das Theater von Aspendos als das besterhaltene griechisch-römische Theater in ganz Kleinasien. Erbaut im 2. Jahrhundert n. Chr. vom Architekten Zenon, bot es zwischen 15 000 und 20 000 Zuschauern Platz. Seine Akustik ist so herausragend, dass es noch heute jeden Sommer das Internationale Opern- und Ballettfestival von Aspendos beherbergt. Neben dem Theater umfasst die Stätte ein beeindruckendes römisches Aquädukt, eine Basilika und die Überreste einer Agora. Der Eintritt kostet etwa 10 Euro; die Stätte ist mit dem Auto oder per organisiertem Ausflug erreichbar.

Perge, die römische Stadt vor den Toren Antalyas

Nur 18 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt ist Perge die nächstgelegene antike Stätte Antalyas. Diese ehemalige pamphylische Stadt bewahrt ein römisches Stadion mit 12 000 Plätzen, ein Theater, eine Säulenagora, aufwendige Thermen und eine 300 Meter lange Säulenstrasse. Die in Perge ausgegrabenen Skulpturen bilden einen grossen Teil der Sammlung des Archäologischen Museums von Antalya. Die Stätte bietet wenig Schatten: Bringen Sie im Sommer Hut, Sonnencreme und Wasser mit. Die Besichtigung dauert etwa zwei Stunden.

Termessos, die Adlerstadt in den Bergen

Auf 1 050 Metern Höhe im Nationalpark Güllük Dağı gelegen, 34 Kilometer nordwestlich von Antalya, ist Termessos die spektakulärste und am wenigsten besuchte der drei Stätten. Diese pisidische Stadt war so gut befestigt, dass Alexander der Grosse auf ihre Eroberung verzichtete. Der Zugang erfolgt über einen Waldweg, der etwa 30 Minuten durch Kiefernwald aufsteigt. Auf dem Gipfel bietet ein schwindelerregendes Theater einen atemberaubenden Blick über die umliegenden Täler. Die Nekropole, zwischen Felsen und Vegetation verstreut, verströmt eine einzigartige Atmosphäre. Bringen Sie festes Schuhwerk mit und planen Sie einen halben Tag ein, um die Stätte in vollem Umfang zu geniessen.